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Modeaccessoires, Smartphones, Kosmetika, Spielzeug, Medikamente… all diese Produkte sind anfällig für Nachahmungen.

Nachahmungen, d. h. die Reproduktion oder Verwendung von Marken, Patenten, Modellen etc. ohne die Genehmigung des Rechteinhabers, schaden dem Image der jeweiligen Marke. Sie verursachen zahlreiche sozioökonomische Schäden für die Gesellschaft als Ganzes – aber das ist noch nicht alles!

Wenn Sie nicht aufpassen, können auch Sie einem Betrug zum Opfer fallen, indem Sie gutgläubig gefälschte Produkte kaufen. Sie riskieren es, Geld zu verlieren, aber möglicherweise schädigen Sie auch Ihrer Gesundheit (bei Nachahmungen von Medikamenten, Kosmetika usw.).

Egal, ob Sie in Belgien oder im Ausland, direkt im Geschäft oder online einkaufen: Vorsicht ist geboten!

Welche Risiken birgt der Kauf von Nachahmungen?

Wenn Sie nachgeahmte Produkte kaufen, sollten Sie wissen, dass diese Gefahren bergen können.

  • Die Qualität nachgeahmter Produkte kann gefährlich für Ihre Sicherheit oder Ihre Gesundheit sein.
  • Nachgeahmte Produkte fallen nicht unter die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren.
  • Die Einfuhr von Nachahmungen per Post, Express-Paket oder im eigenen Gepäck ist ein zollrechtliches Vergehen. Der Zoll beschlagnahmt und vernichtet Nachahmungen. Sie erhalten Ihre Bestellung nicht und die Markeninhaber schicken Ihnen eine Rechnung über die Kosten für die Vernichtung und den Schadensersatz.
  • Der Kauf von Nachahmungen trägt zur Finanzierung illegaler Aktivitäten bei. Wenn Sie Nachahmungen kaufen, machen Sie sich zum Komplizen illegaler Geschäfte (wie z. B. Schmuggel), und es kann sogar sein, dass Ihr Geld in große kriminelle oder terroristische Netzwerke fließt. Als Strafe können bis zu fünf Jahre Gefängnis und 800.000 Euro Geldbuße drohen (ohne Berücksichtigung zivilrechtlicher Beschwerden von Markeninhabern).

5 Tipps, um nicht auf Nachahmungen hereinzufallen

  1. Hören Sie zunächst auf Ihren gesunden Menschenverstand und hüten Sie sich vor allzu gut klingenden Angeboten oder sehr günstigen Preisen für Produkte, die eigentlich viel teurer sind. Häufig handelt es sich dabei um Nachahmungen.
  2. Wenn Sie online einkaufen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie den Verkäufer identifizieren können (seine physische Adresse kennen) und prüfen Sie auf seiner Website, ob sichere Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden und ob ein Impressum vorhanden ist. Werfen Sie auch einen Blick darauf. 
  3. Überprüfen Sie den Ruf der Seite mittels einer Suchmaschine und suchen Sie nach Rezensionen anderer Internetnutzer:innen. Fragen Sie sich auch, ob die jeweilige Website einer bekannten Marke würdig ist und ob die Art von Produkt, die Sie kaufen möchten, tatsächlich auf einer solchen Website verkauft wird.
  4. Lassen Sie besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook Vorsicht walten. Dort sind die Angebote oft zu gut, um wahr zu sein. Bevorzugen Sie daher bekannte Vertriebskanäle und offizielle Websites.
  5. Wenn Sie hingegen in einem Geschäft einkaufen möchten:
    • Kontrollieren Sie die Qualität des Produkts und der Verpackung.
    • Untersuchen Sie z. B., ob Nähte und Logos fehlerhaft sind oder ob sich auf Etiketten oder Schachteln Rechtschreibfehler befinden.
    • Prüfen Sie, ob das Produkt zum Sortiment des Geschäfts passt, in dem Sie es kaufen. Wenn Sie beispielsweise in einem Lebensmittelgeschäft ein Paar Turnschuhe finden, sollten Sie hellhörig werden.

Weitere Tipps, wie Sie den Kauf von nachgeahmten Produkten im Internet vermeiden können, finden Sie auf der Website des European Consumer Centre Belgium.

Welche Konsequenzen drohen, wenn Sie Nachahmungen verkaufen?

Der Verkauf von Nachahmungen auf belgischem Staatsgebiet ist eine Straftat, die durch das Wirtschaftsgesetzbuch geahndet wird. Neben der Vernichtung der Nachahmungen drohen Ihnen bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldbuße von 800.000 Euro.

Vermuten Sie eine Nachahmung?

Melden Sie dies über die Meldestelle des FÖD Wirtschaft.
Geben Sie als Beschwerdeführer „Privatperson“ und als Gegenpartei „Unternehmen“ an. Wählen Sie das Thema „Betrug & Betrügereien“ und anschließend das Szenario „Nachahmung“.

Letzte Aktualisierung
24 Oktober 2023