Situation
Sie erhalten eine Rechnung für Artikel, die auf einer Online-Plattform gekauft wurden. Dennoch sind Sie sich sicher, dass Sie nichts bestellt und nichts erhalten haben.
Risiko
Betrüger haben sich Ihre Anmeldedaten auf einer E-Commerce-Plattform angeeignet. Sie haben eine große Bestellung auf Ihren Namen aufgegeben und sie an eine andere Adresse oder an eine Abholstation liefern lassen.
In einer anderen Variante bestellen die Täter unter einem fremden Namen und lassen das Paket an Ihre Adresse liefern. Anschließend holen sie es bei Ihnen unter einem Vorwand wieder ab.
Da „Kauf auf Rechnung“ gewählt wurde, erhalten Sie die Rechnung, während die Ware bereits von Komplizen abgeholt wurde.
Ratschlag
Sichern Sie Ihr Konto bei allen Online-Transaktionen so gut wie möglich. Bevorzugen Sie die Zwei-Faktor-Identifikation. Und wenn diese von der E-Commerce-Plattform nicht angeboten wird, wählen Sie ein kompliziertes Passwort. Und denken Sie daran, dass ein Passwort geheim ist und geheim bleiben muss.
Denken Sie auch daran, Ihr Passwort regelmäßig zu ändern. Benutzerkennungen und Passwörter sind Daten, die sehr leicht unter Betrügern ausgetauscht oder verkauft werden können.
Denken Sie daran, dass Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht haben, wenn Sie einen Fernabsatzkauf in der Europäischen Union tätigen. Sobald Sie die Bestätigungsnachricht über Ihre angebliche Bestellung erhalten, teilen Sie dem Verkäufer mit, dass Sie nichts bestellt haben und auf die Ware verzichten.
Und wenn bei Ihnen zu Hause Artikel im Namen einer Ihnen unbekannten Person ausgeliefert werden, verweigern Sie diese oder bringen Sie sie zur Polizei.
In die Falle getappt?
Teilen Sie der Verkaufsplattform so schnell wie möglich mit, dass Sie auf den Kauf verzichten.
Erstatten Sie Anzeige bei der örtlichen Polizei.
Melden Sie den Betrug bei der Wirtschaftsinspektion über ConsumerConnect (www.consumerconnect.be). Auf dieser Plattform finden Sie auch Informationen über Ihre Rechte als Verbraucher.