Während der Coronavirus-Krise ausgestellte Gutscheine (Coronavirus-Gutscheine - ministerialerlass vom 19. März 2020), sind durch den Insolvenzschutz des Reiseveranstalters abgedeckt.

Ab dem 20. Juni 2020 von belgischen Reiseveranstaltern ausgestellte Gutscheine fallen jedoch nicht unter den vom Veranstalter abgeschlossenen Insolvenzschutz. Reisende, die solche Gutscheine erhalten und noch nicht für die Buchung einer neuen Pauschalreise verwendet haben, sind daher im Falle des Konkurses des Reiseveranstalters nicht abgesichert.

Was sollten Reisende bei Konkurs des Reiseveranstalters tun?

Die (neue) Pauschalreise wurde noch nicht storniert

Wenn die (neue) Pauschalreise zum Zeitpunkt des Konkurses des Reiseveranstalters noch nicht storniert war, kann der Reisende die bereits gezahlten Beträge vom Insolvenzversicherer des Reiseveranstalters zurückfordern.

Achtung: Der Reisegarantiefonds ist nicht der einzige Insolvenzversicherer in Belgien. Bei Reiseveranstaltern mit Sitz in Belgien können Reisende über die folgenden Organisationen prüfen, bei welchem Versicherer der Veranstalter angeschlossen ist:

  • Reisegarantiefonds (GFG)
  • MS Amlin (laden Sie die Datei „Agences de voyages affiliées“ herunter)
  • HDI (laden Sie die Datei „Agences de voyages affiliées“ herunter)
  • Ethias

Die Pauschalreise wurde bereits storniert und der Reisende verfügt über einen vor dem 20. Juni 2020 ausgestellten Gutschein

Die Pauschalreise wurde bereits zum Zeitpunkt des Konkurses des Reiseveranstalters storniert und der Reisende ist im Besitz eines (teilweise) unbenutzten Coronavirus-Gutscheins, der gemäß dem ministerialerlass vom 19. März 2020 ausgestellt wurde. In diesem Fall kann der Reisende den (Rest-)Wert des Gutscheins beim Insolvenzversicherer des Reiseveranstalters einfordern.

Die Pauschalreise wurde bereits storniert und der Reisende verfügt über einen nach dem 20. Juni 2020 ausgestellten Gutschein oder erwartet eine Erstattung

Die Pauschalreise wurde bereits zum Zeitpunkt des Konkurses des Reiseveranstalters storniert. Und der Reisende hat die Erstattung noch nicht erhalten oder ist im Besitz eines (teilweise) unbenutzten Gutscheins, der nicht gemäß dem ministerialerlass vom 19. März 2020 ausgestellt wurde. In diesem Fall kann der Reisende weder die bereits gezahlten Beträge noch den (Rest-)Wert des Gutscheins beim Insolvenzversicherer des Reiseveranstalters einfordern.

Der Reisende kann jedoch eine Schuldforderung beim Konkursverwalter des Unternehmens einreichen. Diese Schuldforderung muss zusammen mit den Belegen elektronisch an das Zentrale Insolvenzregister übermittelt werden. In diesem Fall erhält der Reisende nur dann eine Erstattung, wenn nach der Liquidation der Konkursmasse des Unternehmens noch ausreichende Mittel vorhanden sind.

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Letzte Aktualisierung
23 August 2021

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