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    Die Antworten auf Fragen zum Brexit stammen aus verschiedenen nationalen (föderalen, regionalen, …) und internationalen Quellen. Sie basieren auf der Perspektive eines Brexits ohne Abkommen (harter Brexit). Der FÖD Wirtschaft ist bemüht, die Texte auf seiner Website bei Änderungen so schnell wie möglich zu aktualisieren. Im Zweifelsfall hat die authentische Quelle der Information Vorrang.

    Das Vereinigte Königreich hat die Europäische Union (EU) am 1. Februar 2020 offiziell verlassen.

    Bis zum 31. Dezember 2020 läuft eine Übergangsphase, in der keine Änderungen für Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals stattfinden sollen. In der Zwischenzeit verhandeln die Europäische Union und das Vereinigte Königreich über die Bedingungen eines neuen Partnerschaftsabkommens.

    Der endgültige Inhalt der Verhandlungen bleibt ungewiss: Das Risiko eines Brexits ohne Abkommen besteht weiterhin.

    Ab dem 1. Januar 2021 auf den Markt der Europäischen Union gebrachte Waren können nicht mehr frei zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU befördert werden. Folglich werden für diese Waren Zollformalitäten gelten.

    Im Gegensatz dazu können vor diesem Datum auf den Markt der Europäischen Union gebrachte Waren noch frei zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU befördert werden.

    Ab dem 1. Januar 2021 wird der britische Hersteller oder Einführer, mit dem Sie Handel treiben, nicht mehr als europäischer Wirtschaftsbeteiligter angesehen. Daher werden Sie nach europäischem Recht als Einführer betrachtet. Für Einführer gelten besondere Bedingungen und sehr strenge Auflagen; darüber hinaus sind sie Ansprechpartner für die Marktüberwachungsbehörden bezüglich der Produktkonformität.

    Weitere Informationen zur Rolle des Herstellers und Einführers finden Sie in Kapitel 3 des Blue Guide (S. 28 ff.).

    Weitere Informationen zu Einfuhren.

    Ab dem 1. Januar 2021 muss dieser Bevollmächtigte in der Europäischen Union tätig sein, wenn er im Vereinigten Königreich eingesetzt wird. Die Ernennung von Vertretern ist jedoch nicht verpflichtend, außer für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten und einigen wenigen anderen Bereichen.

    Wenn Sie einen neuen Einführer oder Bevollmächtigten benannt haben, sind neue Etiketten mit den Kontaktinformationen für den neuen Einführer bzw. Bevollmächtigten erforderlich.

    Importe aus dem Vereinigten Königreich

    Das Vereinigte Königreich wird ohne Rücksicht auf seine früheren privilegierten Beziehungen zur EU als „Drittland“ betrachtet: Es gelten wieder die Grundregeln der Welthandelsorganisation (WTO) und damit auch die WTO-Zölle.

    Dabei kann es sich um gebundene WTO-Zölle oder Meistbegünstigungszölle handeln. Was die Einfuhren in die Europäische Union betrifft, so sind diese Zölle bereits bekannt, da die Europäische Union sie auf alle Länder anwendet, mit denen sie kein Handelsabkommen hat.

    Die geplanten Einfuhrzölle für das Vereinigte Königreich können Sie bereits in der Datenbank der Kommission einsehen.

    Um die Meistbegünstigungszölle in Belgien im Vergleich zum Vereinigten Königreich zu ermitteln, können Sie außerdem die WTO-Datenbank konsultieren.

    Quelle: FÖD Finanzen (Zoll) 

    Am 1. Januar 2021 wird das Vereinigte Königreich endgültig aus der Europäischen Union (EU) austreten. Ab diesem Zeitpunkt können Waren aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr ohne Formalitäten in die EU eingeführt werden.

    Sie werden die gleichen Formalitäten erfüllen müssen wie Waren aus Drittländern, wie China, die in die EU eingeführt werden.

    Erfahren Sie mehr zum Thema Einfuhrformalitäten.

    Quelle: FÖD Finanzen (Zoll)

     

    Nein, die EU wird keine Ursprungszeugnisse für Importe aus dem Vereinigten Königreich anfordern.

    Ab dem 01.01.2021 verlieren notifizierte Stellen (notified bodies - NB) im Vereinigten Königreich ihren NB-Status in Bezug auf die europäischen Vorschriften zur Konformität. Sie können ab dann nicht mehr als NB in die Verfahren zur Bewertung der Produktkonformität eingreifen, Typenzertifikate ausstellen oder Qualitätssysteme zertifizieren.

    Es liegt an den Unternehmen, die notwendigen Initiativen zu ergreifen:

    • ein neues Zertifikat von einer europäischen NB, im Folgenden als EU-NB bezeichnet, beantragen, oder
    • die Akte und die entsprechende Bescheinigung von der NB des Vereinigten Königreichs an eine europäische NB übertragen.

    Es wird empfohlen, dass Unternehmen direkt eine EU-NB für neue Produkte nutzen.

    Die Datenbank NANDO, die alle NB nach Domäne auflistet, zeigt, welche britischen NB gemäß den europäischen Harmonisierungsvorschriften tätig sind. Über diese Datenbank können Unternehmen andere EU-NB finden, die im gleichen Bereich tätig sind.

    Erfahren Sie mehr zum Thema Konformität und Brexit.

    Theoretisch sind die Marktaufsichtsbehörden ab diesem Datum nicht mehr verpflichtet, Zertifikate des United Kingdom Accreditation Service (UKAS, nationale britische Akkreditierungsstelle) anzuerkennen.

    Der UKAS bleibt jedoch bis zum 31.01.2022 Mitglied der European co-operation for Accreditation (EA), die Ihnen die Gültigkeit Ihrer Akkreditierungsurkunden bis zu diesem Datum garantiert.

    Erfahren Sie mehr zum Thema Akkreditierung und Brexit.

    Ausführen in das Vereinigte Königreich

    Mitglieder der Europäischen Union werden vom Vereinigten Königreich als „Drittländer“ betrachtet: Es gelten wieder die Grundregeln der Welthandelsorganisation (WTO) und die WTO-Zölle.

    Dabei kann es sich um gebundene WTO-Zölle oder Meistbegünstigungszölle handeln.

    Die geplanten Ausfuhrzölle für das Vereinigte Königreich können Sie bereits in der Datenbank der Kommission einsehen.

    Um die Meistbegünstigungszölle in Belgien im Vergleich zum Vereinigten Königreich zu ermitteln, können Sie außerdem die WTO-Datenbank konsultieren.

    Quelle: FÖD Finanzen (Zoll) 

     

    Am 1. Januar 2021 wird das Vereinigte Königreich endgültig aus der Europäischen Union (EU) austreten. Sobald das Vereinigte Königreich die EU verlässt, wird es zu einem Drittland. Waren, die für das Vereinigte Königreich bestimmt sind, können die EU ab diesem Datum nicht mehr ohne Formalitäten verlassen.

    Sie müssen die gleichen Formalitäten erfüllen wie Waren, die aus der EU in Drittländer, beispielsweise nach China, ausgeführt werden.

    Weitere Informationen zu den Ausfuhrformalitäten.

     

    Das Vereinigte Königreich wird wahrscheinlich keine Ursprungszeugnisse für Importe aus der EU beantragen.

    Wenn Sie Produkte in das Vereinigte Königreich ausführen, die den europäischen Normen entsprechen, werden diese bis mindestens 31. Dezember 2021 nicht durch britische Normen ersetzt. Bis zu diesem Datum bleibt das BSI (die britische Normungsorganisation) Mitglied der europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI). Es wird daher nicht in der Lage sein, vor dem 1. Januar 2022 neue britische Normen auszuarbeiten, die die europäischen Normen ersetzen sollen.

    In dieser Hinsicht bieten 35 Normungsbüros, die vom FÖD Wirtschaft unterstützt werden, Informationen über aktuelle Normen, Normenentwürfe oder spezifischere Themen an.

    Fahrzeuge und Motoren

    Nein. Ab dem 1. Januar 2021 gelten im Vereinigten Königreich ansässige Bevollmächtigte von Herstellern nicht mehr als in der Union ansässig. Daher wird jeder Hersteller mit Sitz außerhalb der Union aufgefordert, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass nach dem 31. Dezember 2020 sein Bevollmächtigter in der EU-27 ansässig ist.

     

    Ab dem 1. Januar 2021 ist die Typgenehmigungsbehörde des Vereinigten Königreichs keine Typgenehmigungsbehörde der EU mehr und kann die Befugnisse und Pflichten einer Typgenehmigungsbehörde nach EU-Recht nicht mehr übernehmen.

    Hersteller, die in der Vergangenheit im Vereinigten Königreich Zulassungen erhalten haben, müssen neue Zulassungen (nach dem 31. Dezember 2020) von den EU-27-Typgenehmigungsbehörden einholen, auch für bereits in der Herstellung befindliche Produkte, um weiterhin die EU-Gesetzgebung einzuhalten und Zugang zum EU-Markt zu erhalten.

    Erfahren Sie mehr zum Thema Fahrzeug-Typgenehmigung im Rahmen des Brexits.

    Erfahren Sie mehr zum Thema Fahrzeug-Typgenehmigung in Belgien.

    Medikamente und Medizinprodukte

    Ab dem 1. Januar 2021 gelten im Vereinigten Königreich ansässige Bevollmächtigte nicht mehr als in der Union ansässig. Daher sind Sie gehalten, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass Ihr ernannter Bevollmächtigter ab dem 1. Januar 2021 in der EU-27 ansässig ist.

    Sie haben bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, um die notwendigen Änderungen an den Stammdaten Ihres Pharmakovigilanzsystems vorzunehmen.

    Bei Gesundheitsprodukten können Unternehmen die folgenden Schritte unternehmen, um die EU-Gesetzgebung einzuhalten und auf dem EU-Markt zu bleiben:

    • durch einen bevollmächtigten Vertreter in der EU-27 vertreten sein,
    • einen neuen bevollmächtigten Vertreter in der EU-27 ernennen,
    • eine neue CE-Kennzeichnung bei einer notifizierten Stelle mit Sitz in der EU-27 beantragen.

    Weitere Informationen: Europäische Kommission

    Quelle: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP)

    Ab dem 1. Januar 2021 wird die Chargenfreigabe von im Vereinigten Königreich hergestellten IMP nicht mehr von der qualifizierten Person eines Einführers im Vereinigten Königreich durchgeführt. Die Chargenfreigabe muss von einer sachkundigen Person eines Einführers durchgeführt werden, der in einem anderen europäischen Mitgliedstaat ansässig ist. Dasselbe gilt für IMP, die außerhalb der EU hergestellt werden. Die Änderung des Einführers und der sachkundigen Person muss durch eine wesentliche Änderung eingeführt werden, durch die Abschnitt D.9.2 des europäischen Antragsformulars angepasst wird, mit einer neuen QP-Erklärung, einer Herstellungserlaubnis für den neuen Einführer und einer Anpassung des Abschnitts „manufacturers of the drug product“ des Prüfpräparatdossiers (Investigational Medicinal Product Dossier, IMPD).

    Weitere Informationen: Europäische Kommission

    Quelle: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP)

     

     

    Überprüfen Sie die Informationen auf der Verpackung des Medizinproduktes. Ein Medizinprodukt wird ab dem 1. Januar 2021 betroffen sein, wenn eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllt sind:

    • der Hersteller hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich;
    • der befugte Vertreter hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich;
    • auf die CE-Kennzeichnung folgt eine der folgenden Nummern: 0086, 0088, 0120, 0843.

    Quelle: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP)

     

     

    Wenn das Medizinprodukt VOR dem Ende der Übergangsphase legal auf dem europäischen Markt in Verkehr gebracht wurde, ist der freie Warenverkehr des Produkts auf dem Gebiet der 27 europäischen Mitgliedstaaten (EU-27) gewährleistet.

    Wenn das Medizinprodukt NACH dem Ende der Übergangsphase auf dem europäischen Markt in Verkehr gebracht wurde, muss der Hersteller einige Änderungen vornehmen, um das Produkt auf den Markt der EU-27 bringen zu können:

    • Im Vereinigten Königreich ansässige Hersteller müssen sich durch einen befugten Vertreter in der EU-27 vertreten lassen.
    • Hersteller, die durch einen befugten Vertreter im Vereinigten Königreich vertreten werden, müssen einen neuen befugten Vertreter in der EU-27 ernennen.
    • Für EG-Zertifikate, die von einer britischen notifizierten Stelle (Nummern 0086, 0088, 0120, 0843) erteilt wurden, muss ein neues EG-Zertifikat von einer notifizierten Stelle mit Sitz in der EU-27 beantragt und erteilt werden.

    Die Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP) arbeitet eng mit den betroffenen Parteien zusammen, um eine Lösung für alle Medizinprodukte zu finden, die nach dem 31. Dezember 2020 Probleme bereiten können. Angesichts des ungewissen Ausgangs der Verhandlungen über die künftigen Beziehungen und der großen Zahl der betroffenen Medizinprodukte rät die FAAGP den Krankenhäusern, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

    • Setzen Sie sich mit dem Hersteller oder seinem Vertreiber in Verbindung, um zu fragen, ob die notwendigen Schritte für die Übertragung des EG-Zertifikats und/oder die Ernennung des befugten Bevollmächtigten in der EU-27 unternommen wurden.
    • Setzen Sie sich mit dem Vertreiber des Produkts in Verbindung, um sicherzustellen, dass er über einen ausreichenden Lagerbestand verfügt, um die ersten Monate nach dem Ende der Übergangsphase − wahrscheinlich der kritischste Zeitraum − zu überstehen.
    • Prüfen Sie, ob es mögliche Alternativen gibt, die nicht vom Brexit betroffen sind.
    • Falls nötig, können Sie selbst einen größeren Lagerbestand aufbauen.

    Quelle: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP)

     

    Das Inverkehrbringen ist die erstmalige Bereitstellung des Medizinprodukts durch den Hersteller an eine andere Einrichtung. Dies bedeutet, dass dies der erste Eigentümerwechsel ist. Zum Beispiel eine teure oder kostenlose Transaktion zwischen dem Hersteller und einem Händler (Königlicher Erlass über Medizinprodukte vom 18. März 1999, Artikel 1 § 2 Nummer 8).

    Damit ein Medizinprodukt nach dem Ende der Übergangsphase legal auf dem Markt bereitgestellt werden kann, muss der Hersteller des Medizinprodukts in der EU-27 ansässig sein oder einen befugten Vertreter in der EU-27 haben. Das Medizinprodukt selbst muss, wenn es auf den Markt gebracht werden soll, ein EG-Zertifikat von einer notifizierten Stelle mit Sitz in der EU-27 haben.

    Quelle: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP)

     

    Kosmetische Mittel

    Sie müssen für Ihre kosmetischen Mittel eine verantwortliche Person in der EU benennen.

    Wenn das kosmetische Mittel im Vereinigten Königreich hergestellt wird, wird der Einführer in der EU die verantwortliche Person (standardmäßig) oder kann eine andere Person, die ebenfalls in der EU ansässig ist und die den Bevollmächtigten schriftlich als verantwortliche Person akzeptiert, durch eine schriftliche Vollmacht benennen.

    Dasselbe gilt, wenn das kosmetische Mittel in einem anderen Drittland hergestellt, in das Vereinigte Königreich und anschließend in die EU eingeführt wird.

    Außerdem müssen Sie Ihre Etiketten so ändern, dass sie den Namen und die Adresse Ihrer verantwortlichen Person (Einführer oder Bevollmächtigter) enthalten. Für diese eingeführten kosmetischen Mittel muss auch das Herkunftsland angegeben werden.

    Es wird auch notwendig sein, diese Informationen zu aktualisieren, die auf dem Cosmetic Product Notification Portal (CPNP) verfügbar sind.

    Quelle: Europäische Kommission

     

    Im Vereinigten Königreich erworbene Qualifikationen, die von einem EU-Mitgliedstaat nicht als gleichwertig anerkannt wurden, können nicht mehr als Referenz verwendet werden, um die Anforderungen für die Sicherheitsbewertung von kosmetischen Mitteln zu erfüllen.

    Sie müssen sicherstellen, dass die Referenzperson, mit der Sie zusammenarbeiten, die Anerkennung der beruflichen Qualifikationen durch einen EU-Mitgliedstaat erhält. Oder Sie können sich auch für eine Referenzperson entscheiden, die ihre berufliche Qualifikation in der Europäischen Union erworben hat.

    Quelle: Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FANSK)

     

    Lebensmittel, tierische und pflanzliche Produkte

    Diese Produkte müssen zusätzlich zu den neuen Zollformalitäten bei der Ein- und Ausfuhr von der FASNK kontrolliert werden.

    Einerseits wird die FASNK die Produkte zertifizieren, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen und die in das Vereinigte Königreich ausgeführt werden, und andererseits wird sie die Produkte kontrollieren, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen und die aus dem Vereinigten Königreich eingeführt werden, um sicherzustellen, dass diese Produkte den geltenden europäischen Normen entsprechen (in Sachen Lebensmittelsicherheit sowie Tier- und Pflanzengesundheit).

    Quelle: Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FANSK)

    • Für die Ausfuhr in das Vereinigte Königreich: Die derzeitige europäische Pflanzenschutzgesetzgebung und die damit verbundenen Rechtsvorschriften gelten nicht mehr für das Vereinigte Königreich. Sie müssen die Pflanzenschutzvorschriften kennen, die im Vereinigten Königreich in Kraft sein werden (Weitere Informationen über den Pflanzensektor / weitere Informationen über den Tiersektor).
    • Für die Einfuhr aus dem Vereinigten Königreich: Die Pflanzengesundheitsvorschriften werden die gleichen sein wie die derzeitigen Pflanzenschutzvorschriften der EU gegenüber Drittländern (weitere Informationen über den Pflanzensektor / weitere Informationen über den Tiersektor).

    Chemische Stoffe

    In der Übergangsphase bleiben alle aktuell geltenden Regeln anwendbar.

    Am Ende der Übergangsphase werden Ihre Interaktionen mit Ihren im Vereinigten Königreich ansässigen Handelspartnern betroffen sein. Sie sollten also Ihre Lieferkette anpassen. In Bezug auf den Export sollten Sie neue Vorschriften für die Verwendung von chemischen Stoffen von den britischen Behörden erwarten.

    Darüber hinaus müssen in der Europäischen Union niedergelassene Unternehmen, die Stoffe aus dem Vereinigten Königreich importieren, die bei der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) registriert werden müssen, ab dem Ende der Übergangsphase die Verantwortlichkeiten eines Importeurs übernehmen, wenn die britischen Lieferanten keinen Alleinvertreter in der Europäischen Union benannt haben, der für die von der REACH-Verordnung vorgeschriebenen Verfahren zuständig ist.

    Quelle:

    Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Hinweise für Unternehmen / Fragen & Antworten

    ECHA, EU-based company

    Weitere Informationen zu den neuen Verantwortlichkeiten, die Ihnen als Importeur von chemischen Stoffen und Erzeugnissen in die EU obliegen werden:

    ECHA, Importeur

    Essenscia/Cefic, Brexit: Preparing for a future “UK out of EU REACH scenario”

    Für weitere Informationen zur REACH-Verordnung können Sie sich an den belgischen REACH-Helpdesk wenden: reachinfo@economie.fgov.be

    In der Übergangsphase bleiben alle aktuell geltenden Regeln anwendbar.

    Am Ende der Übergangsphase wird die Registrierung ihre Gültigkeit verlieren, weil das Vereinigte Königreich, indem es sich für den Austritt aus dem Binnenmarkt entscheidet, gleichzeitig auch aus dem System der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) austritt.

    Ihr Handelspartner muss einen Alleinvertreter mit Sitz innerhalb der Europäischen Union ernennen oder in die Europäische Union umziehen, damit der Stoff bei der ECHA für die Europäische Union weiterhin rechtmäßig registriert bleibt. Wenn Ihr Lieferant im Vereinigten Königreich keinen Vertreter benennt oder in die Europäische Union umzieht, müssen Sie den Stoff selbst als Importeur registrieren. Achtung, in diesem Fall haben Sie abweichende Verantwortlichkeiten.

    Unter diesen Umständen empfehlen wir Ihnen, dieses Thema mit Ihren britischen Lieferanten zu besprechen: Haben sie einen Alleinvertreter in der Europäischen Union ernannt, der für die europäischen REACH-Verordnungen zuständig ist?

    Quelle:

    Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Hinweise für Unternehmen / Fragen & Antworten

    ECHA, EU-based company

    Weitere Informationen zu den neuen Verantwortlichkeiten, die Ihnen als Importeur von Chemikalien und Produkten in die EU obliegen werden:

    ECHA, Importeur

    Essenscia/Cefic, Brexit: Preparing for a future “UK out of EU REACH scenario”

    Für weitere Informationen zur REACH-Verordnung können Sie sich an den belgischen REACH-Helpdesk wenden: reachinfo@economie.fgov.be

    In der Übergangsphase bleiben alle aktuell geltenden Regeln anwendbar.

    Ausländische Konzerne, die sich bei der Registrierung von in die Europäische Union importierten Stoffen auf ihre britische Tochtergesellschaft verlassen haben, müssen nach Ablauf der Übergangsphase und bei Scheitern der Handelsverhandlungen diese Verantwortlichkeit auf das Gebiet der Europäischen Union übertragen (an eine andere Tochtergesellschaft oder durch einen in der Europäischen Union ansässigen Alleinvertreter).

    Quelle:

    Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Hinweise für Unternehmen / Fragen & Antworten

    ECHA, EU-based company

    Weitere Informationen zu den neuen Verantwortlichkeiten, die Ihnen als Importeur von Chemikalien und Produkten in die EU obliegen werden:

    ECHA, Importeur

    Essenscia/Cefic, Brexit: Preparing for a future “UK out of EU REACH scenario”

    Für weitere Informationen zur REACH-Verordnung können Sie sich an den belgischen REACH-Helpdesk wenden: reachinfo@economie.fgov.be

    Nach dem Ende der Übergangsphase wird die REACH-Verordnung im Vereinigten Königreich nicht mehr gelten und REACH-Zulassungen (und anhängige Zulassungsanträge) werden ab diesem Datum nicht mehr rechtsgültig sein. Daher müssen Sie sich einem Lieferanten mit einer gültigen Zulassung (oder mit einem anhängigen Zulassungsantrag) in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum anvertrauen. Wenn Ihr Lieferant keine Zulassung besitzt und wenn Sie den Stoff nach dem Ende der Übergangsphase weiterhin verwenden möchten, müssen Sie selbst eine Zulassung beantragen.

    Quelle:

    Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Hinweise für Unternehmen / Fragen & Antworten

    ECHA, EU-based company

    Weitere Informationen zu den neuen Verantwortlichkeiten, die Ihnen als Importeur von Chemikalien und Produkten in die EU obliegen werden:

    ECHA, Importeur

    Essenscia/Cefic, Brexit: Preparing for a future “UK out of EU REACH scenario”

    Für weitere Informationen zur REACH-Verordnung können Sie sich an den belgischen REACH-Helpdesk wenden: reachinfo@economie.fgov.be

    Die britische Regierung hat Informationen darüber veröffentlicht, wie man sich auf den neuen britischen Rechtsrahmen der REACH-Verordnung über chemische Stoffe vorbereiten und ihn einhalten kann. Er wird am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

    Quelle:

    Website der britischen Regierung: How to comply with REACH chemical regulations

    UK-REACH-Helpdesk 

    UK-REACH-Gesetzgebung 

    Unabhängig davon, ob Sie mit dem Vereinigten Königreich Handel treiben oder nicht, kann Ihr Unternehmen direkt oder indirekt durch den Brexit betroffen sein. Daher laden wir Sie ein, den Brexit Impact Scan zu machen. Mit ein paar einfachen Fragen finden Sie heraus, welche Bereiche Ihres Unternehmens betroffen sein könnten, und erhalten Ratschläge, wie Sie damit umgehen können.

    Der FÖD Wirtschaft ist bemüht, die Texte seiner Website bei Änderungen so schnell wie möglich zu aktualisieren. Im Zweifelsfall oder bei Unstimmigkeiten haben die von der authentischen Quelle veröffentlichten Informationen Vorrang. Zögern Sie nicht, Unregelmäßigkeiten über info.eco@economie.fgov.be zu melden.

    Letzte Aktualisierung
    9 November 2020