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    Die Antworten auf die Fragen über die Folgen des Brexits stammen aus verschiedenen nationalen (föderalen, regionalen usw.) und internationalen Quellen. Sie beziehen sich auf die Situation nach Ende der Übergangsphase (ab dem 01. Januar 2021). Der FÖD Wirtschaft bemüht sich, die Texte seiner Website schnellstmöglich anzupassen. Im Zweifelsfall ist die authentische Quelle der Information maßgebend.

    Mobilität und Arbeitsbeziehungen

    Seit dem 1. Januar 2021 ist die Freizügigkeit zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich beendet. Britische Staatsbürger sind im Prinzip zu „Drittstaatsangehörigen“ geworden, die sich nur unter strengen Auflagen in einem EU-Mitgliedsstaat aufhalten und arbeiten dürfen. In Anbetracht der belgischen Gewaltenteilung werden grundsätzlich die Regionen dafür zuständig sein, möglicherweise in Anwendung der späteren Verträge zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union, die Bedingungen festzulegen, unter denen britische Bürger in jeder Region arbeiten können.

    Weitere Informationen über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um in Belgien arbeiten zu können

    Konsultieren Sie die Websites der verschiedenen Regionen, um über zukünftige Modalitäten auf dem Laufenden zu bleiben:

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung.

    Seit dem 1. Januar 2021 ist die Freizügigkeit zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich beendet. Belgische Staatsbürger werden vom Vereinigten Königreich als Drittstaatsangehörige betrachtet. Die britische Regierung wird in der Lage sein, die Bedingungen zu bestimmen, unter denen europäische Bürger weiterhin leben und arbeiten können.

    Weitere Informationen über die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um im Vereinigten Königreich arbeiten zu können

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung.

    Für die Entsendung aus dem Vereinigten Königreich nach Belgien sieht die Richtlinie 96/71/EG ausdrücklich vor, dass Unternehmen mit Sitz in einem Land, das kein Mitgliedstaat ist, nicht günstiger behandelt werden dürfen als Unternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat. Nach dem derzeitigen Stand der Gesetzgebung bleibt das belgische Entsendegesetz vom 5. März 2002 auch nach dem 31. Dezember 2020 für Entsendungen aus dem Vereinigten Königreich nach Belgien in Kraft.

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung

    In diesem Fall sieht das Austrittsabkommen nur vor, dass die Rom-I-Verordnung weiterhin für Verträge gilt, die vor dem 31. Dezember 2020 geschlossen wurden. 

    Für Arbeitsverträge, die ab dem 1. Januar 2021 abgeschlossen werden, wird die Rom-I-Verordnung im Vereinigten Königreich nicht mehr gelten. In einem solchen Fall muss man prüfen, welche Arbeitsbedingungen nach britischem Recht im Vereinigten Königreich gelten.

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung

    Bei der Entsendung von Belgien in das Vereinigte Königreich hängt es von den in diesem Zusammenhang getroffenen Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich ab, inwieweit es auch nach dem 1. Januar 2021 noch möglich sein wird, Arbeitnehmer in das Vereinigte Königreich zu entsenden.

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung

    Was die dauerhafte Beschäftigung von Arbeitnehmern in der Europäischen Union durch britische Arbeitgeber betrifft, so sieht das Handelsabkommen keine Bestimmungen vor. Aber auch wenn das Austrittsabkommen keine besonderen Bestimmungen enthält, gilt die Rom-I-Verordnung weiterhin auf dem Gebiet der Europäischen Union, auch wenn die Vertragsparteien das Recht eines Drittstaats gewählt haben.

     Im Falle einer dauerhaften Beschäftigung in Belgien durch einen britischen Arbeitgeber ist daher die Rom-I-Verordnung anwendbar. Im Falle eines Rechtsstreits vor einem belgischen Gericht wird der Richter beispielsweise die Rom-I-Verordnung anwenden, auch wenn sich beide Parteien im Arbeitsvertrag für die Anwendung des britischen Rechts entschieden haben.

    Quelle: FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung.

    Berufliche Qualifikationen

    Für diejenigen, die bereits eine Anerkennung ihrer (im Vereinigten Königreich erworbenen) beruflichen Qualifikationen in der Europäischen Union erhalten haben, ändert sich nichts. Diese Arbeitnehmer kommen auch nach dem 31. Dezember 2020 in den Genuss dieser „erworbenen Rechte“.

    Für diejenigen, die bereits eine Anerkennung ihrer (in der Europäischen Union erworbenen) beruflichen Qualifikationen im Vereinigten Königreich erhalten haben, ändert sich nichts. Diese Arbeitnehmer kommen auch nach dem 31. Dezember 2020 in den Genuss dieser „erworbenen Rechte“.

    Seit dem 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich für Belgien ein Drittland. Wenn Ihr Mitarbeiter also seine beruflichen Qualifikationen im Vereinigten Königreich erworben hat, kann er nicht mehr von der europäischen Gesetzgebung profitieren, die die Anerkennung von beruflichen Qualifikationen zwischen den Mitgliedsstaaten erleichtert (Richtlinie 2005/36/EG). Er muss sich den Bedingungen unterwerfen, die die belgische Gesetzgebung vorschreibt. Er muss das im Vereinigten Königreich erworbene Diplom höchstwahrscheinlich für gleichwertig erklären lassen. Er muss dies bei der zuständigen Dienststelle der Gemeinschaft tun, in der er ansässig ist. Es besteht die Möglichkeit, bilaterale Abkommen für einzelne Berufe oder Sektoren zu schließen, aber bisher wurde noch kein solches Abkommen geschlossen.

    Weitere Informationen über die Anerkennung von beruflichen Qualifikationen aus Drittländern in Belgien finden Sie auf der Seite Häufig gestellte Fragen zu Be-Assist.

    Seit dem 1. Januar 2021 betrachtet das Vereinigte Königreich Belgien als Drittland. Wenn Ihr Arbeitnehmer also seine beruflichen Qualifikationen in Belgien erworben hat, kann er nicht mehr von der europäischen Gesetzgebung profitieren, die die Anerkennung von beruflichen Qualifikationen zwischen den Mitgliedsstaaten erleichtert (Richtlinie 2005/36/EG). Er muss sich den Bedingungen unterwerfen, die die britische Gesetzgebung vorschreibt. In den meisten Fällen muss er das in Belgien oder in einem anderen Mitgliedstaat erworbene Diplom im Vereinigten Königreich als gleichwertig anerkennen lassen. Es besteht die Möglichkeit, bilaterale Abkommen für einzelne Berufe oder Sektoren zu schließen, aber bisher wurde noch kein solches Abkommen geschlossen.

    Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website der britischen Regierung.

    Unabhängig davon, ob Sie mit dem Vereinigten Königreich Handel treiben oder nicht, kann Ihr Unternehmen direkt oder indirekt durch den Brexit betroffen sein. Daher laden wir Sie ein, den Brexit Impact Scan zu machen. Mit ein paar einfachen Fragen finden Sie heraus, welche Bereiche Ihres Unternehmens betroffen sein könnten, und erhalten Ratschläge, wie Sie damit umgehen können. 

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    Letzte Aktualisierung
    22 März 2021

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