Es ist wichtig zu prüfen, welche Auswirkungen der Brexit auf die kurz- und langfristigen Geschäftsverträge Ihres Unternehmens haben kann. Ihre Verträge nach dem Enddatum der Übergangsphase werden besonders heikel sein.

Ein Vertrag ist im Prinzip bindend, und alle bestehenden vertraglichen Regeln und Bedingungen gelten auch nach der Übergangsphase. Im Hinblick auf den Brexit könnte es für alle betroffenen Parteien von Interesse sein, die vertraglichen Verpflichtungen zu überprüfen. Eine neue wirtschaftliche Situation rechtfertigt neue Regeln, die sich in neuen und bestehenden Verträgen widerspiegeln müssen. Es gibt mehrere Vertragsklauseln, die Ihnen dabei helfen können.

Laufende Verträge

Wenn Sie offene Handelsverträge mit britischen Gegenparteien oder Gegenparteien, die britischem Recht unterliegen, haben, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Basieren Ihre Verträge auf dem Grundsatz, dass das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union ist?
  • Setzen sie den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen voraus, um ordnungsgemäß ausgeführt werden zu können?
  • Beruhen sie auf der Existenz gemeinsamer Regelungen zwischen Belgien und dem Vereinigten Königreich?
  • Erlauben sie eine Revision Ihrer Preise im Falle von Zollgebühren?

Und für den besonderen Fall Ihrer Verträge, die derzeit unter britisches Recht fallen, aber mit einer nicht-britischen Gegenpartei abgeschlossen wurden, sollten Sie die Optionen für eine alternative Vertragsgerichtsbarkeit nach dem Ende der Übergangsphase in Betracht ziehen.

Zukünftige Verträge

Identifizieren Sie jetzt Strategien, um Ihre Brexit-bezogenen Risiken für zukünftige Verträge zu reduzieren, z.B. durch eine Stärkung Ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Letzte Aktualisierung
17 Juli 2020