Sie erhalten eine Mitteilung von Hotmail, dass es ein Problem mit Ihrem E-Mail-Account gibt. Die Speicherkapazität Ihres Postfachs sei völlig ausgelastet. Weitere E-Mails können nicht verschickt, solange Sie Ihre Mailbox nicht neu aktivieren. Sie klicken also auf den Link, der in der E-Mail enthalten ist, und tragen wie verlangt Ihre persönlichen Daten, Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. Als Antwort erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihr Account wieder richtig funktioniert. Sie haben aber nicht mitbekommen, dass diese E-Mail nicht wirklich von Hotmail stammt. Über diese falsche Nachricht haben Sie unbewusst Ihre persönlichen Daten an Dritte mitgeteilt.
Wie jeden Abend loggen Sie sich in Ihrem Facebook-Account ein. Dazu tragen Sie auf der Startseite Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, aber es erscheint eine Fehlermeldung. Es sei „gefährlich, weiterzumachen.“ Sie ignorieren diese Fehlermeldung, und machen trotzdem weiter. Sie landen auf einer gefälschten Facebook-Seite, ohne sich dessen bewusst zu sein, und tragen wieder Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Facebook-Passwort ein. Sie haben nicht durchschaut, dass Ihnen Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort gestohlen wurden. Die Internetadresse, die Aufmachung und der Inhalt der Seite sahen der echten Facebook-Seite nämlich täuschend ähnlich.
Sobald die führenden Köpfe hinter den gefälschten Webseiten die Daten der User besitzen, können sie damit alles machen, was sie wollen: Die Daten weiterverkaufen, die Postfächer der Benutzer mit Spam -Mails (auf Französisch) überschwemmen, die böswillige Links enthalten (Computerviren, betrügerische Werbung), oder sich an die Kontaktpersonen des infizierten Benutzers wenden, um auch deren Daten abzuschwindeln. In manchen Fällen gelingt es diesen Betrügern sogar, andere persönliche Daten, wie Kreditkartennummern oder Geheimcodes zu stehlen. Die Kreditkarten der Benutzer werden dann mit erheblichen Summen für diverse Online-Käufe, von denen sie keine Ahnung haben, belastet.
Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter (Hotmail, Gmail, Netlog, Facebook usw.)!
Verwenden Sie möglichst viele unterschiedliche Passwörter, damit die Betrüger sich nicht mit einem einzigen Passwort Zugang zu all Ihren Accounts verschaffen können.
Seien Sie vorsichtig und geben Sie nie ohne triftigen Grund Ihre persönlichen Daten, wie Benutzername, Passwort, Kreditkartennummer oder Geheimcode preis.
Mehr Infos über diesen Betrug (auf Französisch)
Radiofrühstück auf BRF 1