Energie

Eine stabile Energieversorgung ist ausschlaggebend für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand.

Die Herausforderungen der Energiesicherheit, denen unser Land gegenübersteht, haben einen solchen Umfang, dass die Zusammenarbeit in europäischem Verband und sogar darüber hinaus geboten ist. Diese Herausforderungen sind unter anderem:  

  • eine Antwort auf die heutige und ständige Dominanz fossiler Brennstoffe und auf den Rückgang der eigenen Ressourcen bieten, wodurch die EU immer abhängiger von der Einfuhr von Öl und Gas wird. Für Öl wird die Importabhängigkeit von 76 % im Jahr 2002 auf 94 % im Jahr 2030 steigen. Bei Gas wird die Importabhängigkeit von 49 % im Jahr 2002 auf 81 % im Jahr 2030 zunehmen. Für die nahe Zukunft bestehen noch wenig brauchbare und ökonomische rentable Alternativen um diese Brennstoffe in großem Rahmen zu ersetzen;
  • die Tendenz zu größerer Einmischung der Staaten in die Energiebranche, insbesondere bei der Nutzung und Gewinnung von Öl und Gas eindämmen. Die Folge ist, dass der Zugang für ausländische Investitionen beschränkt ist und also in der Regel viel weniger in die Gewinnung von Öl und Gas investiert wird, wodurch das Energieangebot die immer weiter steigende weltweite Nachfrage fast nicht mehr erfüllen kann.
  • unzureichende Investitionen in den Austausch und den Ausbau der Produktionskapazität, sowie Raffinagekapazität, wodurch eine ständige Knappheit der weltweiten Energiemärkte entsteht, auffangen.  Internationale Analysen zeigen, dass zur Erfüllung der zukünftigen Nachfrage sehr umfangreiche Investitionen über einen langen Zeitraum notwendig sind
  • Eine Lösung suchen für die zunehmenden Konzentration der Energiereserven in einigen Ländern (Länder im Mittleren Osten, Russland und die Länder um das Kaspische Meer und in Nord- und Westafrika), die oft in politisch instabilen Regionen liegen. Eine solche Bewegung kann auch beim Energietransit festgestellt werden.  Diese Entwicklungen erhöhen die Verletzbarkeit des Verbrauchers und erhöhen das Risiko, dass die Transitländer oder die produzierenden Länder ihre Energiezufuhr als politisches Druckmittel verwenden.

Die obigen Fakten zeigen deutlich, dass die westliche Welt fast keinen Einfluss auf die Nachfrage und das Angebot der fossilen Brennstoffe, die die Basis unserer ökonomischen Aktivität sind, haben.

In den vergangenen zwei Jahren ist die Energiesicherheit zu einem der Hauptthemen der internationalen politischen Tagesordnung aufgestiegen. Sie bildet eine der drei Hauptziele der neuen “Energiepolitik für Europa”, die beim Frühlingsrat im März 2007 von Staats- und Regierungsleitern der EU verfasst wurde. Auch in der Form einer “Strategic Energy Review” bleibt das in den kommenden Monaten auf der Tagesordnung.

Durch die fehlenden inländischen Energiequellen hängt Belgien stark von der externen Energieversorgung ab.  Den Ziffern der Europäischen Kommission zufolge beträgt die Abhängigkeit von importierter Energie ungefähr 78,9 %, was über dem EU-Durchschnitt liegt. Aufgrund einer weiterführenden Diversifikationspolitik hinsichtlich der Energieträger, der geografischen Herkunft, Transportwege usw. hatten Angebotsstörungen in der jüngeren Vergangenheit jedoch wenig Einfluss auf die belgische Energieversorgung.

Diese relativ günstige Situation ist jedoch zeitlich beschränkt.  In der Zukunft wird Belgien mehr von der Gasversorgung aus nicht EU-Ländern insbesondere aus Russland abhängig werden, während sich die weltweite Ölförderung weiter auf eine immer kleinere Gruppe von Ländern beschränken wird.

Diese Tatsache zwingt uns zur engeren Zusammenarbeit auf europäischer und internationaler Ebene. 

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